
Katze auf Abwegen
„Ach Gott, bist du niedlich, und so flauschig! Komm doch mal her und lass dich anschauen.“
Cookie hatte sich ganz ans Ende des Transportkorbes gekauert. Ängstlich schaute sie in das fremde Gesicht. Als sich ihr eine faltige Hand näherte, begann sie zu fauchen.
Langsam setzte sie eine Pfote vor die andere, geduckt schlich sie zur Öffnung der Box.
Draußen wartete bereits ein weißer Kater und beobachtete sie neugierig.
„Hey, wer bist du denn?“
„Ich bin Cookie. Lass mich in Ruhe!“
Die neue Umgebung roch fremd.
Alles war anders.
Und nichts fühlte sich sicher an.
Erst Wochen später hatte sich Cookie eingelebt.
Doch das war ihr nicht genug.
Eines Abends entdeckte sie, dass das Küchenfenster nur angelehnt war.
Sie gab ihm einen Schubs.
Dann steckte sie den Kopf durch die schmale Lücke –
und war draußen.
Und das war erst der Moment, in dem alles begann.
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Katze auf Abwegen
Genre: Realismus · Kurzgeschichte · Tiergeschichte
